Grundsätze der Bewertung

Jede/r Schüler/-in hat das Recht auf eine transparente, umgehend erfolgende und klar und deutlich mitgeteilte Bewertung.

Gegenstand der Bewertung sind die Lernprozesse, die erworbenen Kompetenzen, die aufgezeigten Fertigkeiten und Kenntnisse, der individuelle Lernfortschritt sowie das Verhalten der Schüler/-innen.

Die Bewertung nimmt immer Bezug auf die geltenden Rahmenrichtlinien des Landes und die Schulcurricula und stützt sich auf jeweils geeignete Methoden und Instrumente, u. a. schriftlicher, grafischer, mündlicher oder praktischer Natur.

Die Lehrpersonen sind verpflichtet, während eines Bewertungsabschnittes eine angemessene und gleichmäßig auf den betreffenden Abschnitt verteilte Anzahl von Bewertungen vorzunehmen und zu dokumentieren.

Wenn es aufgrund von Abwesenheiten nicht möglich ist, ausreichend Bewertungselemente zu sammeln, kann keine Bewertung erfolgen. Ist dies auch am Ende des Schuljahres bzw. auch bei den Aufholprüfungen im August der Fall, kann das Schuljahr nicht positiv bewertet werden. 

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Die Bewertung in den einzelnen Fächern

Die Bewertung in den einzelnen Fächern erfolgt durch Ziffernnoten.

Grundlage für die Vergabe der Bewertung ist die Notenbeschreibung gemäß Beschluss des Lehrerkollegiums vom 15.05.2013, Nr. 16. Zudem legen die Fachgruppen Bewertungskriterien und Bewertungsformen fest. Diese sind Teil des Schulcurriculums und werden von den Fachgruppen evaluiert und bei Bedarf aktualisiert.

Es ist Aufgabe der einzelnen Lehrperson, den Schüler/-innen die genaue Gewichtung der Bewertungsformen und der Mitarbeitsnote zu Beginn des Unterrichtsjahres mitzuteilen und eine Kopie im Klassenordner sowie in das Lehrer/-innenregister abzulegen.

Bei der Vergabe und Dokumentation der Bewertung ist auf absolute Transparenz und Nachvollziehbarkeit zu achten. Negative Noten werden entweder in der Prüfungsarbeit oder im Lehrer/-innenregister begründet.

Am Ende des jeweiligen Semesters schlägt jede Fachlehrperson die Fachnote vor. Die definitive Vergabe der Fachnote erfolgt durch den Klassenrat. Die Bewertung am Ende des 2. Semesters ist eine Schlussbewertung und umfasst die Ergebnisse des gesamten Schuljahres.

Bei negativen Bewertungen in einem oder mehreren Fächern entscheidet der Klassenrat je nach Schweregrad der Bildungsrückstände über die Vergabe einer Aufholprüfung oder über die Nichtversetzung im Juni.

Für die fünften Klassen entscheidet der Klassenrat bei der Schlussbewertung über die Zulassung zur Abschlussprüfung (Matura).

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Aufholprüfungen - Bildungsrückstände

Stellt der Klassenrat ungenügende Leistungen und Lerndefizite über das erste Semester fest, werden die betroffenen Schüler/-innen zu Aufholmaßnahmen verpflichtet. Die Klassenräte legen die Modalitäten für das Aufholen von Lernrückständen ihrer Schüler/-innen unter Berücksichtigung der von den Fachgruppen festgelegten Richtlinien fest.

Die angebotenen Unterstützungsmaßnahmen werden den Eltern mitgeteilt und auf der Homepage der Schule veröffentlicht.

Innerhalb März oder am Ende der individuellen Maßnahmen muss anhand einer Leistungsüberprüfung durch die Fachlehrperson festgestellt werden, ob die Lernrückstände aufgeholt sind, bzw. welchen Leistungs- und Reifegrad der/die Schüler/-in erreicht hat. Die Bewertung dafür fließt in die Schlussbewertung ein.

Werden in der Schlussbewertungskonferenz ein oder mehrere Fächer nicht positiv bewertet, kann der Klassenrat die Aussetzung der Entscheidung über die Versetzung in die nächste Klasse bis zum Ende des Schuljahres beschließen.

Anstelle eines Abschlusszeugnisses erhalten die Eltern bzw. die Schüler/-innen eine schriftliche Mitteilung über die Bewertungen sowie über die Defizite und werden über mögliche Maßnahmen zum Aufholen der Lernrückstände informiert. Die Teilnahme an den angebotenen Unterstützungsmaßnahmen ist freiwillig.

Innerhalb August des laufenden Schuljahres können sich die Schüler/-innen mit negativen Bewertungen den Aufholprüfungen unterziehen. Diese finden entweder in schriftlicher und/oder mündlicher Form statt. Aufholprüfungen sind eine Chance, Lernrückstände aufzuholen und somit für eine positive Bewältigung des Schuljahres.

Der Klassenrat entscheidet in der anschließenden Bewertungskonferenz, ob der/die Schüler/-in aufgrund der Ergebnisse des Jahres und der Aufholprüfung versetzt oder nicht versetzt wird.

Für die Schüler/-innen der dritten und vierten Klassen verteilt der Klassenrat in der Bewertungskonferenz im Falle des Bestehens des Schuljahres auch die Punkte des Schul- bzw. Bildungsguthabens.

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Die Bewertung der fächerübergreifenden Lerninhalte

Die fächerübergreifenden Lernangebote werden nur am Jahresende bewertet. Die Note ist nicht versetzungsrelevant.

Die Bewertung des fächerübergreifenden Lernens fließt immer dann in das entsprechende Fach/die entsprechenden Fächer ein, wenn der Unterricht von einer Fachlehrperson derselben Klasse das gesamte Schuljahr über durchgeführt wird.

Die Wertigkeit der Note wird von den Fachlehrpersonen definiert und der Klasse mitgeteilt.

In allen anderen Fällen (Unterricht für eine bestimmte Gruppe, Unterricht von einer klassenfremden Lehrperson, Unterricht nur über einen bestimmten Zeitraum …) wird das Fächerübergreifende Lernen im Zeugnis eigens ausgewiesen und mit einer Ziffernnote laut Notenbeschreibung bewertet.

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Die Bewertung der übergreifenden Kompetenzen

Die übergreifenden Kompetenzen laut Bildungsprofil werden mit Kompetenzstufen bewertet:

  • Kompetenz in hohem Maß erreicht
  • Kompetenz weitgehend erreicht
  • Kompetenz teilweise erreicht
  • Kompetenz kaum erreicht

Ausgehend von den Beiträgen der einzelnen Fächer zu den übergreifenden Kompetenzen wird für die Bewertung jeder einzelnen Kompetenz eine Lehrperson ernannt. Jede Lehrperson ist in der Regel für 2-3 Bereiche verantwortlich. Die Formen für die Beobachtung und Dokumentation stehen jeder Lehrperson frei. Vorlagen werden zur Verfügung gestellt.

Die zuständige Lehrperson bringt ihren Bewertungsvorschlag in die Klassenratssitzung im Mai ein. Dieser ist Grundlage für die definitive Bewertung am Ende des Schuljahres durch den Klassenrat.

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Die Bewertung des Wahlangebots

Wahlangebote werden am Ende der Unterrichtstätigkeit im Juni in beschreibender Form bewertet. Es werden folgende Bewertungskriterien angewandt:

 

  • Ziel in hohem Maß erreicht
  • Ziel weitgehend erreicht
  • Ziel teilweise erreicht
  • Ziel kaum erreicht

Die Lehrpersonen, die im Wahlbereich unterrichten, übermitteln die gesammelten Beobachtungs- und Bewertungselemente sowie einen Bewertungsvorschlag rechtzeitig an die/den Vorsitzende/n des Klassenrates. Die Entscheidung über die Bewertung obliegt dem Klassenrat am Ende des Schuljahres.

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Die Bewertung des Verhaltens

Die Note für das Verhalten wird vom Klassenrat aufgrund der Beobachtungen der Lehrpersonen vergeben. Die Mitarbeit im Unterricht stellt kein Kriterium für die Festlegung der Bewertung des Verhaltens dar, diese wird bei der Festlegung der Fachnote berücksichtigt.

Der Klassenrat bewertet das Verhalten der einzelnen Schüler/-innen im Laufe jeden Semesters mit einer Ziffernnote und hält die Bewertung im Protokoll fest.

Bei der Bewertungskonferenz nach dem 1. Semester legt der Klassenrat die Note gemäß Kriterien des Beschlusses des Lehrerkollegiums vom 26.10.2011, Nr. 4 fest.

Bei der Bewertungskonferenz am Jahresende vergibt der Klassenrat ausgehend von der Note des ersten und jener des zweiten Semesters die Schlussbewertung für das Verhalten.

Die Bewertung des Verhaltens wird bei der Berechnung des Notendurchschnitts berücksichtigt.

Bei einer negativen Bewertung wird der/die Schüler/-in gemäß geltender gesetzlicher Regelung nicht versetzt bzw. zur Abschlussprüfung zugelassen.

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Vergabe des Schulguthabens – Vergabe des Bildungsguthabens

Den Schüler/­-innen der 3., 4. und 5. Klassen wird ein Schulguthaben nach Tabelle A des M.D. Nr. 99/2009 (RS 11 2010 Tabellen für die Zuerkennung der Schulguthaben) und ein etwaiges Bildungsguthaben laut Beschluss des Lehrerkollegiums vom 13.09.2017, Nr. 4 zuerkannt.

Die Zuteilung der Punkte muss die Bandbreite des Notendurchschnittes berücksichtigen.

Außer dem Notendurchschnitt werden auch der regelmäßige Schulbesuch, das gezeigte Interesse und der Einsatz im Unterrichtsgeschehen, die Teilnahme an Zusatzangeboten sowie allfällige Bildungsguthaben berücksichtigt.

Das Bildungsguthaben kann im Ausmaß von einem Punkt nur gewährt werden, sofern mit dem Schulguthaben nicht schon die höchste laut Notendurchschnitt zur Verfügung stehende Punktezahl vergeben wurde. Die entsprechende Dokumentation des Bildungsguthabens muss zeitgerecht eingereicht werden.

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Gültigkeit des Schuljahres

Ein Schuljahr ist nur dann gültig, sofern mindestens 75 Prozent der individuellen Unterrichtszeit besucht werden.

Allerdings kann es Gründe geben, die es einem/einer Schüler/-in verunmöglichen, den Unterricht zu besuchen. Dann besteht die Möglichkeit, dass die Eltern um Abzug der Absenzen aus triftigen Gründen ansuchen. Dies muss in jedem Fall vor der Bewertungskonferenz im Juni erfolgen.

Das Lehrerkollegium hat folgende triftige Gründe für die Abweichung von der Anwesenheitspflicht beschlossen:

  • Schwere Krankheit mit stationärem Aufenthalt oder Therapieplan eines Facharztes (dies gilt für die gesamte Zeit der Abwesenheit aus diesem dokumentierten Grund)
  • Mutterschaft (bis zu 5 Unterrichtsmonate)
  • Teilnahme an sportlichen Veranstaltungen auf nationaler und internationaler Ebene, die im Vorfeld mit der Direktion abgesprochen wurden
  • Sonderfälle mit offizieller Dokumentation

Wird ein Schuljahr für nicht gültig erklärt, erhält der/die Schüler/-in in keinem Bereich eine Bewertung und wird somit nicht versetzt.

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