Individualisierung und Differenzierung

Die Schule bemüht sich seit jeher um die Unterstützung und Förderung ihrer Schüler/-innen. Dabei ist es das vorrangige Ziel, ein differenziertes Angebot zu erstellen und dieses ständig weiter zu entwickeln, damit es optimal auf die Bedürfnisse der einzelnen Lernenden abgestimmt ist.

Unsere Schule trägt schon seit Jahren dem Umstand Rechnung, dass sich die Klassen aus Schüler/-innen mit sehr unterschiedlichen Ausgangslagen zusammensetzen. Daher sind es unsere Lehrpersonen gewohnt, ihren Unterricht so zu gestalten, dass sowohl leistungsschwache als auch leistungsstarke Schüler/-innen entsprechend ihren Fähigkeiten gefördert werden. 

Unterstützungsmaßnahmen allgemein

Die Schule ist bestrebt, der Entstehung von Lernrückständen möglichst früh vorzubeugen bzw. die Schüler/-innen zu unterstützten, ihre Lernrückstände zu vermindern bzw. aufzuholen.

Folgende Maßnahmen werden von der Schule dafür gesetzt:

  • Der Teamunterricht bietet die Möglichkeit, effizienter die Differenzierung innerhalb einer Klasse vorzunehmen.
  • Schüler/-innen können sich zudem Hilfestellungen zum „Lernen lernen“ in der dafür angebotenen Stunde für Lernberatung im Zentrum für Information und Beratung (ZIB) holen.
  • Lernhilfegespräche und Schülersprechtage helfen den Schüler/-innen, ihre Stärken und Schwächen einzuschätzen. Sie erhalten dabei Tipps, wie sie ihre Lernprozesse effizienter gestalten können.
  • Der Beschluss der Landesregierung vom 03.12.2012, Nr. 1798 sieht vor, dass die Schule den Schüler/- innen innerhalb der regulären Unterrichtszeit die Möglichkeit gibt, Lernrückstände zu vermindern oder aufzuholen. Dazu werden im Rahmen der Projekttage nach dem 1. Semester Lernparcours und Lernhilfegespräche in verschiedenen Fächern angeboten. >> Projekttage/Lernparcours
  • Während des gesamten Schuljahres gibt es außerhalb des Unterrichts Unterstützungsangebote in den verschiedenen Fächern, die je nach Bedarf den Bedürfnissen und Ansprüchen der Schüler/-innen angepasst werden.

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Reformpädagogik nach Dalton-Laboratory-Plan

Eine Form der Individualisierung des Unterrichts an unserer Schule

Das Modell des Dalton-Laboratory-Plans wurde von der Pädagogin Helen Parkhurst entwickelt. Bei diesem Konzept werden die Lerninhalte in einigen Fächern und Wochenstunden in kleine Arbeitspakete aufgeteilt. Diese werden in Form von Wochenplänen mit konkreten Arbeitsanweisungen den Schüler/-innen zur Bearbeitung gegeben - sie entscheiden dabei selbstständig, wann sie welche Anteile des Arbeitsplans ausführen.

Wir verstehen den Dalton-Unterricht als eine Möglichkeit, die Schüler/-innen in ihrer Eigenverantwortung, ihrem selbständigen Lernen und in der Zusammenarbeit mit den Mitschüler/-innen zu stärken.

Mit dem Daltonkonzept wollen wir die Rolle der Lehrperson vom Wissensvermittler zum/zur Lernbegleiter/-in weiterentwickeln und den Unterricht schülerzentrierter gestalten. 

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Inklusion an unserer Schule

Unsere Schule hat seit vielen Jahren Erfahrung mit der Inklusion von Schüler/-innen mit besonderen Bedürfnissen. Wir sind bestrebt, gemeinsames Lernen aller Schüler/-innen zu ermöglichen, besondere Bedürfnisse einzelner wahrzunehmen und diese Lernenden individuell zu unterstützen.

Dies geschieht sowohl in der regulären Unterrichtszeit als auch an schulfreien Nachmittagen. 

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Maßnahmen gegen Schulabbruch

In den letzten Schuljahren hat die Schule eine Initiative Krisenmanagement (in Form von Stressbewältigung) und Coping (in schwierigen schulischen wie privaten Schüler/-innensituationen) gestartet, da der Bedarf besonderer Initiativen gegen obgenannte Situationen angestiegen ist. Aus diesem Grund haben Lehrpersonen unserer Schule (ausgebildete Fachlehrkräfte) ihre Hilfe individuell, aber auch in Form von Schlichtungsarbeit, besonders in den Klassen des Bienniums angeboten, um Schüler/-innen in Situationen und Fragen zu Orientierung, Schulstress, Prüfungsängsten, Mobbing und auch Konfliktsituationen in der Gruppe bzw. Klasse entgegenzukommen. Dieser Einsatz erwies sich als äußerst erfolgreich, doch auch als sehr zeitaufwändig.

Die bisherigen Erfolge haben gezeigt, dass dieses Angebot notwendig und auch zielführend ist. Es sollte daher unbedingt fortgesetzt werden. Dazu hat unsere Schule ein zusätzliches Stundenkontingent im Ausmaß von zwei Wochenstunden erhalten, weitere Stunden werden im Rahmen der Auffüllstunden geleistet. Auf diese Weise kann eine effiziente und kontinuierliche Unterstützung als Gegenmaßnahme zu Schulabbruch und schulischem Misserfolg gewährleistet werden.

Als weitere Maßnahme gegen den Abbruch der Bildungslaufbahn kann ein Orientierungspraktikum angesehen werden. Schüler/-innen, die ihre Zukunft nicht in einer maturaführenden Schule sehen, können ein Orientierungspraktikum in einem oder mehreren ihren beruflichen Vorstellungen entsprechenden Bereich absolvieren. Dabei sollen die Schüler/-innen Einblicke in die Arbeitswelt und Orientierung zur weiteren Schul- und Berufswahl erhalten.

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Förderung von Schüler/-innen mit Migrationshintergrund

Die Integration von Schüler/-innen mit Migrationshintergrund ist der Schule ein wichtiges Anliegen. Das Zusammenleben mit Menschen aus anderen Kulturkreisen kann eine große Bereicherung für alle Schüler/-innen sein. Es erweitert den kulturellen Erfahrungshorizont der Schüler/-innen im unmittelbaren Austausch.

Bei der Vorgehensweise für die Integration von Schüler/-innen aus anderen Kulturkreisen ist uns ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Rechte und Pflichten besonders wichtig.

  • Bei der Klassenzuweisung ist das Prinzip des Lebensalters zu respektieren. Das Ministerium empfiehlt, nur ein Jahr abzuweichen. Die Schüler/-innen haben das Recht auf sprachliche Förderung.
  • Sie haben das Recht auf Programme, die auf ihre Situation abgestimmt sind: persönliche Lernpläne, aufbauend auf ihrer persönlichen Ausgangslage und mit entsprechenden Zielen und Maßnahmen in den einzelnen Fächern. Dieses Anrecht ist nicht zeitlich begrenzt.
  • Die Bewertung erfolgt im Hinblick auf die im Persönlichen Lernplan (PLP) festgelegten individuellen Lernziele.
  • Die Schüler/-innen haben bei Kommunikationsschwierigkeiten das Recht auf Unterstützung durch interkulturelle Mediator/-innen.
  • Die Abschlussprüfungen müssen die Schüler/-innen wie alle anderen ablegen.

Die wichtigsten gesetzlichen Bestimmungen hierzu finden sich in:

  • DPR 394/1999, Art. 45
  • Ministerialrundschreiben vom 06.03.2013, Nr. 8
  • Rundschreiben des Schulamtsleiters vom 09.01.2015, Nr. 1

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Initiativen zur Begabungsförderung

An unserer Schule finden sehr viele Initiativen statt, die den Lernenden die Möglichkeit bieten, ihre Potentiale zu entfalten.

Verschiedenste Bildungsangebote der Schule haben die Individualisierung des Lernens der Schüler/-innen und die Stärkung der eigenen Begabungen zum Ziel. Begabungsförderung geschieht vorwiegend im curricularen Unterricht, teils auch fächerübergreifend, teilweise wird die Fächereinteilung des Unterrichts auch aufgelöst. An dieser Stelle seien lediglich besondere Schwerpunkte angeführt, die für die gesamte Schule gelten. Details dazu sowie viele weitere Initiativen sind im Teil B angeführt.

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Förderangebote im Rahmen der Projekttage

>> Projektage

Die Schule veranstaltet nach dem 1. Semester Projekttage. Dabei wird der curriculare Unterricht vollständig aufgelöst und die Schüler/-innen können ihren Interessen und Neigungen entsprechend an verschiedenen Aktivitäten teilnehmen. Ziel dabei ist es, die Schüler/-innen im Wahrnehmen ihrer Stärken zu unterstützen sowie die Eigenverantwortung für das Lernen zu stärken.

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Sprachenförderung

Wir verstehen die Sprachenförderung an unserer Schule als einen wichtigen Bildungsauftrag. Daher messen wir neben der Förderung der Erstsprache auch der Zweitsprache und den weiteren Fremdsprachen einen zentralen Stellenwert bei und unterstützen die Freude an Sprachen und am Sprachenlernen durch eine Reihe von Projekten und Aktivitäten.

Neben Deutsch, Italienisch und Englisch können die Schüler/-innen im Sozialwissenschaftlichen Gymnasium Latein erlernen und in der Tourismusfachrichtung zwischen Spanisch und Russisch als zweite Fremdsprache wählen. Es ist der Schule ein Anliegen, bei den Schüler/-innen die Neugier auf andere Kulturräume zu wecken und interkulturelles Lernen zu ermöglichen. Im Rahmen von Minisprachkursen, Sprachenwerkstätten und Sprachencafé erhalten die Schüler/-innen Einblick in weitere Sprachen und Kulturen.

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Wahlangebote (Bildungsangebote im Wahlbereich)

Der Wahlbereich findet zusätzlich zur curricularen Unterrichtszeit statt. Er bietet den Schüler/-innen verschiedenste Angebote, die den Bedürfnissen und Neigungen Rechnung tragen. Die Schüler/-innen erhalten dabei die Möglichkeit, zusätzliche Qualifikationen und Zertifikate im Laufe ihrer Schulkarriere zu erwerben. Ebenso werden ihnen Vorbereitungsstunden auf Aufnahmeprüfungen an weiterführenden Bildungseinrichtungen angeboten.

Das Ausmaß, das jeder/jede Schüler/-in in Anspruch nimmt, obliegt der freien Entscheidung.

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