Interkulturelles Lernen

Förderung von Schüler/-innen mit Migrationshintergrund


Interkulturelles Lernen

Wir betrachten die Zusammenarbeit mit Menschen aus anderen Herkunftskulturen als Chance für die ganze Schulgemeinschaft, denn sie ermöglicht allen neue Erfahrungen und eine Erweiterung des kulturellen Horizonts.

Unsere Schule ermöglicht interkulturelles Lernen und integriert Schüler/-innen mit Migrationshintergrund. Dabei werden die Angebote der Sprachenzentren des Pädagogischen Instituts genutzt, auch jene im Sommer (Sommersprachkurse). Bei diesen handelt es sich um schulische Veranstaltungen zur Erweiterung des Bildungsangebots im Sinne von Art. 10 des Landesgesetzes vom 29. Juni 2000, Nr. 12.

Wir beachten die geltenden gesetzlichen Bestimmungen und berücksichtigen die besonderen Bedürfnisse der Schüler/-innen mit Migrationshintergrund. Die Klassenzuweisung erfolgt im Hinblick auf das Lebensalter sowie die Voraussetzungen und Möglichkeiten der Schüler/-innen in Absprache mit den Eltern.

Zur Umsetzung der Aufgaben und Ziele sind die Klassenräte, Sprachlehrer/-innen, ein/eine Koordinator/in sowie die Arbeitsgruppe „Interkultur“ zuständig.


Die Planung

Die Schulführungskraft ist die erste Ansprechperson, wenn Schüler/-innen mit Migrationshintergrund neu an die Schule kommen.

Sie holt von den Eltern oder Erziehungsberechtigten die Unterlagen über den bisherigen Schulbesuch ein. Falls diese Unterlagen nicht beigebracht werden können, müssen die Eltern eine Selbsterklärung abgeben, die dann in der Folge durch Dokumente bestätigt werden sollte.

Die Schulführungskraft bespricht mit den Klassenräten die Einschreibung der Schüler/-innen in die jeweilige Klasse und übergibt die zur Verfügung stehenden Informationen.

Bei der Klassenzuteilung wird berücksichtigt, dass es keine Häufung von Schüler/-innen mit Migrationshintergrund in einzelnen Klassen gibt. Manchmal kann es aber notwendig sein, Schüler/-innen mit ähnlichem Unterstützungsbedarf gemeinsam in eine Klasse zu geben.

Gemeinsam mit dem/der Koordinator/-in erfolgt die Planung der Ressourcen. Im Bedarfsfall werden Ressourcen beim Schulamt angefordert.


Die Förderung

Die einzelnen Fachlehrpersonen erheben den Sprachstand des/der Schüler/-in in der Ausgangslage. Gemeinsam mit dem/der Koordinator/-in erfolgen die Einteilung der Ressourcen und die Planung des Förderunterrichts. Es werden individuelle Lernprogramme erstellt sowie Differenzierungsmaßnahmen innerhalb des Klassenunterrichts geplant. Auch können gezielte individuelle Hilfen außerhalb der Klasse und nach Möglichkeit Projekte für ein besseres interkulturelles Verständnis und interkulturelles Lernen durchgeführt werden.

Der Klassenvorstand oder der/die Tutor/-in übernimmt die Aufgabe der Koordinierung der Maßnahmen im Klassenrat und bespricht sich mit den Förderlehrpersonen. Er/sie ist auch der/die Ansprechpartner/-in für die Familie.

Im Klassenrat werden die Ausgangslage und der Persönliche Lernpläne (PLP) in den einzelnen Fächern erstellt.

Auch andere Lehrpersonen, die Förderunterricht erteilen, erstellen Förderprogramme und geben jeweils am Semesterende eine Rückmeldung für den Klassenrat, die bei der Bewertung berücksichtigt wird.

Der Klassenrat bewertet die Leistungen des/der Schüler/-in aufgrund der individuellen Lernziele und Lernfortschritte.

In den ersten Jahren stehen der Sprachunterricht und das Erlernen der Fachbegriffe in einzelnen Fächern im Vordergrund. Auch sollen die Schüler/-innen mithilfe von Übersetzungswörterbüchern auf Tablets, die ihnen die Schule zur Verfügung stellt, möglichst rasch in die neue Sprache eingeführt werden. Wesentlich ist dabei auch die Möglichkeit der raschen Kommunikation mit den Mitschüler/-innen.

Nach zwei Jahren sollten die Schüler/-innen imstande sein, dem Fachunterricht zu folgen und einfach dargestellte Inhalte zu verstehen.


Die Ressourcen

Die bereits im Plansoll zugeteilten Ressourcen werden – soweit von den Lehrpersonen gewünscht – in die Lehrstühle eingebaut.

Kommen neue Schüler/-innen, die die Schulsprache nicht beherrschen, zu Beginn oder während des Schuljahres an die Schule, wird versucht, zusätzliche Ressourcen zu erhalten und/oder Möglichkeiten der Unterstützung im Rahmen der Auffüllstunden zu finden. Auch der Besuch von Sprachkursen des Sprachenzentrums wird in die Wege geleitet. Ein individuelles Förderprogramm soll die Schüler/-innen möglichst rasch in die neue(n) Sprache(n) einführen.