Zusammenarbeit zwischen Schule und Arbeitswelt - SoGym

Die Schule bemüht sich um eine Vernetzung mit der Arbeitswelt (Betriebe, Verbände, Unternehmen, Landesverwaltung und Gemeinden). Ziel ist der Ideenaustausch und die Weiterentwicklung des schulischen Angebotes, damit die Ausbildungswege attraktiv bleiben und die Absolvent/-innen reale Chancen auf dem Arbeitsmarkt haben. Die Schüler/-innen profitieren durch Betriebspraktika, Sommerpraktika, Bewerbungstraining und Orientierungspraktika.


Betriebspraktikum während des Schuljahres

Ziel der Praktika ist ein erstes Kennenlernen der Arbeitswelt und die Knüpfung erster Kontakte. Es zeigte sich in der Vergangenheit, dass unsere Schüler/-innen durch konkrete Einblicke in die Arbeitswelt ein breiteres Spektrum der beruflichen Möglichkeiten kennenlernen und ihren Bildungsweg zielorientierter planen.

In der 4. Klasse können die Schüler/-innen während des Schuljahres ein zweiwöchiges Betriebspraktikum absolvieren. Beliebte Praktikumsstellen finden sich in Bildungs- und Sozialeinrichtungen, in der öffentlichen Verwaltung, bei Verbänden und Organisationen, in Betrieben im Gesundheitswesen und im Medienbereich. Die Schüler/-innen können auch bei Freiberuflern und in privaten Betrieben erste Erfahrungen sammeln.

Bei der Suche nach einer Stelle für das Praktikum baut die Schule darauf, dass die Schüler/-innen aktiv in den Bewerbungsprozess eintreten und sich selbst um eine geeignete und interessante Stelle kümmern.

Jeder/jede Schüler/-in erhält eine Betreuungslehrperson in der Schule, die bei Bedarf während der Bewerbung, in der Zeit der Praktikumserfahrung und bei der Auswertung und Nachbesprechung des Erfahrenen unterstützt. Auch eine Betreuungsperson im Betrieb ist vorgesehen. Dies ermöglicht die Kommunikation zwischen Schule und Betrieb über den Verlauf des Praktikums.


Sommerpraktikum

Die Schule vermittelt unseren Schülern/-innen die Chance auf ein bezahltes Sommerpraktikum in ausgewählten Betrieben.

Ziel dieses sechs- bis achtwöchigen Arbeitseinsatzes ist es, interessierten und motivierten Schüler/-innen ein qualifiziertes Praktikum in renommierten Südtiroler Unternehmen zu ermöglichen. Die Auswahl der Praktikant/-innen erfolgt durch ein eigenes Verfahren, welches das Kennenlernen von realen Bewerbungssituationen erlaubt.

Wir bemühen uns auch weiterhin in unseren bisherigen Partnerbetrieben Jugendzentrum Kuba Kaltern, Blindenzentrum Bozen, Sozialsprengel Eggental, Bezirksgemeinschaft Salten-Schlern, Gemeinde Karneid, Reisebüro Primus Touristik, Tourismusverein Eppan Praktikumsstellen zu erhalten und unser Angebot zu erweitern.


Orientierungspraktika

Schüler/-innen, die in ihrer Schul- und Berufslaufbahn noch kaum Vorstellungen entwickelt haben, jedoch ihre Zukunft nicht in einer maturaführenden Schule sehen, können in Absprache mit dem Klassenvorstand und der Direktion sowie nach Genehmigung durch den Klassenrat ein Orientierungspraktikum absolvieren.

Dabei handelt es sich um eine praxisnahe Initiative, die das Ziel verfolgt, dem/der Schüler/-in die Orientierung zur weiteren Schul- und Berufswahl zu erleichtern. Die Schüler/-innen und deren Eltern/Erziehungsberechtigte organisieren die Praktikumsstelle eigenverantwortlich in Absprache mit der Schule. Zeitpunkt, Ausmaß und Dauer dieser speziellen Form von Praktikum werden zwischen Schule, Schüler/-in und dem betreffenden Praktikumsgeber individuell vereinbart. In jedem Fall ist auch der parallele Schulbesuch vorgesehen. Die Zeiten werden im Klassenrat festgelegt.

Die Institution/der Betrieb betraut den/die Schüler/-in während dieser Zeit mit Arbeiten und Aufgaben, die seiner/ihrer Entwicklung entsprechen. Dies soll die Berufsorientierung sowie den Erwerb von Fach- und Berufskompetenzen fördern und erleichtern. Der Praktikumsgeber stellt dem/der Schüler/-in eine betreuende Fachkraft zur Seite. Eine Betreuungslehrperson der Schule hält den Kontakt zwischen allen Beteiligten aufrecht.


Arbeitssicherheitszertifikat für Schüler/-innen

Vor Antritt des Praktikums bietet unsere Schule den Schüler/-innen Unterstützung beim Online-Grundkurs für die „Allgemeine Ausbildung in Arbeitssicherheit“ an, um das Arbeitssicherheitszertifikat zu erwerben.


Einladung von Experten/Expertinnen in den Unterricht

Während in den Zeiten der Lehranstalt für die Einladung von Experten in den Unterricht vorgegebene Stundenkontingente reserviert waren, muss nunmehr die Einladung von Experten aus der Arbeitswelt in den Unterrichtsstunden der Fachlehrpersonen erfolgen.

Nichtsdestotrotz bemüht sich die Schule, die Möglichkeit, den Schüler/-innen Einblick in die Arbeitswelt zu geben, aufrecht zu erhalten.

Die Fachlehrpersonen erstellen zu Beginn des Schuljahres einen Plan für Vorträge und Aktivitäten mit Experten. Andere interessierte Lehrpersonen können ihre Klassen zur jeweiligen Aktion anmelden. Jede Klasse darf zwei Mal pro Schuljahr auch in Stunden anderer Lehrpersonen an diesen Aktivitäten teilnehmen.

Einladungen von Experten in den eigenen Unterricht können beliebig oft stattfinden. Die rechtliche und finanzielle Abwicklung muss jedoch im Vorfeld abgeklärt sein.

Die bisherigen Kontakte zu Angestellten im Gesundheitsbereich, zu Akteuren im Bildungsbereich, zur Umweltagentur und zu Führungskräften in verschiedenen öffentlichen und privaten Betrieben sollten weiterhin aufrecht erhalten bleiben.