Umgang mit Konflikten

Konflikte gehören zum Leben, sie sind Ausdruck unserer Persönlichkeit, sie machen uns bewusst, dass jeder Mensch einzigartig ist.

Auch im Schulalltag können Konflikte nicht vermieden werden, die Schule kann aber ein erfolgreiches Konfliktmanagement mit nachhaltigen Konfliktlösungen anbieten. Unsere Schule engagiert sich für eine konstruktive Konfliktbewältigung auf verschiedenen Ebenen und berücksichtigt dabei folgende Prinzipien:


Prinzipien unseres Umgangs mit Konflikten

  • Störungen haben Vorrang.
  • Niemand wird aus der Verantwortung entlassen: Alle sind beteiligt und mitverantwortlich.
  • Konflikte sind nichts Schlechtes,
  • die Art und Weise wie sie ausgetragen werden, ist entscheidend.

Der konkrete Umgang in Konfliktsituationen mit Schüler/-innen bzw. Eltern ist unterschiedlich und hängt von Art und Grad des Konfliktes ab.


Auf der Ebene der Lehrperson

  • Manchmal ist eine direkte Klärung und Lösung erforderlich und möglich.
  • Manchmal genügt die Kenntnisnahme und Besprechung des weiteren Vorgehens, z. B. in der nächsten Pause oder nach Unterrichtsschluss.
  • Bei komplexeren Problemen sammelt die Lehrperson Beobachtungen und bildet sich einen vorläufigen Eindruck
  • Die Lehrperson spricht die Schüler/-innen und evtl. die Eltern an, teilt ihre Beobachtungen mit und lässt sich die Situationssicht beschreiben.
  • Alle Beteiligten suchen gemeinsame Lösungen, treffen klare Abmachungen.
  • Die Lehrperson überprüft deren Einhaltung.

 

Auf der Ebene des Klassenrates

  • Die Lehrperson beruft den Klassenrat ein und informiert die Direktorin.
  • Jede Lehrperson bringt ihre Sicht der Dinge ein.
  • Maßnahmen (evtl. auch laut Disziplinarordnung) werden beschlossen.
  • Der Klassenvorstand sorgt für die Umsetzung und die Information der Betroffenen.

Wichtig: Bei Ausschlüssen müssen die Elternvertreter/-innen zur Sitzung eingeladen werden.


Auf der Ebene der Direktion

  • Die Lehrperson/Eltern/Schüler/-innen wenden sich an den/die Direktor/in.
  • Der/die Direktor/in informiert sich bei allen betroffenen Parteien über deren Sicht.
  • Ein Konfliktgespräch wird vereinbart.
  • Bei Missverständnissen wird versucht, die jeweils andere Sichtweise als solche dastehen zu lassen.

Wenn nötig, werden Maßnahmen festgelegt:

  • bei unregelmäßigem Schulbesuch: Zeitpläne für Abwesenheiten, Unterstützungsmaßnahmen (ZIB), evtl. Benachrichtigung von Behörden…
  • bei Probleme in der Klasse: Gespräche, Klassenbesuch des/der Direktor/in, Änderungen in der Klassenbildung, Interventionen vonseiten der Schulberatung …